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Fungus:fungi:fungo – Einblicke in das Biodesign

… ein Gastbeitrag von Angelika Trübswetter … 

Sehr biologisch anmutend ging es beim zweitägigen Symposium Prototype Nature am 09. und 10. Dezember auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen zu. Zum zweiten interdisziplinären Symposium hatte ein Paar aus Design und Wissenschaft – die Folkwang UdK und das Fraunhofer UMSICHT – geladen.

Auf der Suche nach Alternativen und Nachwachsenden Rohstoffen standen Fungi, bakterielle Zellulose und Knochen im Fokus des Symposiums. So zeigten verschiedenste Sprecherinnen und Sprecher interessante Einblicke in ihre Forschungsarbeiten – die in erster Linie design- und kunstgetrieben waren. Besonders auffallend war auch der Bezug zum Thema DIY. Ob Themen wie Fungi oder auch Biohacking – selbst ist der Mensch. Biologe Rüdiger Trojok zeigte eindrucksvoll, wie einfach mit einem OpenSourceToolkit im heimischen Kontext Gene gehackt werden können, sei es nur am Beispiel eines Hefebrots. Wer hierzu mehr erfahren möchte, der sollte sich im Januar Programm des art laboratory berlin umschauen.

Aus der design:transfer Sicht bleibt jedoch festzuhalten, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Design und Wissenschaft noch ausbaufähig ist. So waren nur wenige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Einladung nach Essen gefolgt – und dies obwohl die gelungene Veranstaltung zahlreiche Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Zusammenarbeit bot. Das nächste Symposium Prototype Nature wird im Jahr 2018 sein – es bleibt daher zu hoffen, dass noch zahlreiche Veranstaltungen und Formate folgen, die es sich zur Aufgabe machen Design und Wissenschaft noch stärker zu verzahnen.