d:t besucht

d:t hoch vier in London

*** ein Gastbeitrag von Jana Thierfelder ***

Die Gründerinnen von design:transfer Andrea Augsten (Universität Wuppertal, Deutschland) und Daniela Peukert (Leuphana Universität, Deutschland) waren zusammen mit d:t Expertin Jana Thierfelder (Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz) und externer Unterstützung von Vera-Karina Gebhardt (University of Dundee, UK) an der PhD by Design Konferenz an der University of London, Goldsmiths beteiligt.

Zwei Tage lang fand ein lebendiger Austausch durchdrungen von Aktivität und Partizipation zwischen knapp 60 Teilnehmern aus 16 Ländern statt. Das für fast alle Teilnehmer noch unbekannte Format einer „Messy Introduction“ verursachte zwar Schweißperlen auf so mancher Stirn, sorgte aber dafür, dass sich die PhD-Studenten in den 90 sekündigen Spontan-Präsentationen kennenlernen und von Minute eins der Konferenz an in den inhaltlichen Austausch geraten konnten.

Untern den späteren ausführlichen Präsentationen, die ebenfalls jeder Teilnehmer halten musste, waren Designforschungs-Projekte aller Art wiederzufinden. Sie reichten von der monetären Bewertung von Boden durch Pflanzen, anhand derer sich der Gehalt von Schwermetallen im Boden messen lassen zur Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Buchstaben „X“ als Typografisches Zeichen, Symbol und Ikone. Immer wieder aufgegriffen wurden die Themen wie die Bedeutung von „Wissen“ in der Designforschung, das Verhältnis von Material und Thesis als Teilbereiche eines künstlerischen PhD`s und die Beschäftigung mit Naturwissenschaften, Forschungsmethoden, Innovation, Technik und Critical Design.

Besonders im Vergleich zu aktuelle Bewegungen im deutschsprachigen Raum, integrierten viele der europäischen Vorhaben bereits einen designspezifischen, sogenannten practise-based Ansatz in ihren Forschungsarbeiten.

An beiden Tagen gab es einstündige Workshops zu Tools, wie z.B. Evernote, Scrivener und der Überführung von Word zu Indesign. Diese Einblicke in das „How to do a design-driven PhD?“ warfen viele Fragen auf und ergänzten die sonst eher inhaltlich geprägten Gespräche um eine weitere, sehr wertvolle Ebene, die unbedingt näher berücksichtigt werden sollte.

Ebenso das Instant Journal, welches im Laufe der Konferenz entstand, und weitere Formate sollen bisher traditionelle Formate mindestens erweitern wenn nicht gänzlich in Frage stellen – gerne mehr davon!

Abgerundet wurde das Programm durch spannende Workshops zu Arbeitsmethoden in der Designforschung und zwei Keynotes von Prof. Donna Petrescu und Prof. Roberto Feo.

Eine ausführliche Dokumentation der Konferenz steht auf der Webseite zur Verfügung. Die dazugehörige Publikation „2015 Goldsmiths Instant Journal“ ist ebenfalls online abrufbar.

Das nächste PhD by Design Treffen wird im Rahmen der Konferenz der Design Research Society in Brighton, UK im Juni 2015 stattfinden. Wir sind dabei!