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Was haben ein Musiker aus den Niederlanden, ein Ingenieur aus Jordanien und eine Gestalterin aus Deutschland gemeinsam?


Ein Gastbeitrag von Anna Keilbach

September 2015. Nach dem ersten Bewerbungsprozess starteten die 23 Ausgewählten, gewappnet mit einer innovativen Idee und dem Willen zur Unternehmensgründung, an der CREA Summer Academy. Dies ist ein europäisches Netzwerk zum Thema „Informations- und Kommunikationstechnik und Unternehmertum“.

Eine kreative und internationale Gruppe ambitionierter junger Menschen trafen zum ersten Mal in Konstanz zusammen und schon gleich wurden durch erste Gespräche die unterschiedlichen Hintergründe und Denkweisen ersichtlich. Dies eröffnete so manchem Designer einen neuen Blickwinkel und Denkanstoß.

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Bereits am zweiten Tag mussten sich die Teilnehmer der Herausforderung stellen, Mitstreiter – am besten anderer Expertise, für ihr Projekt zu werben. Dies forderte viel Überzeugungsarbeit. Sieben Projekte wurden von dem buntgemischten, neuen Team weiterbearbeitet. Dabei erhielten die Studierenden ein intensives Training und Coaching. Über 20 Unternehmer, Experten und Professoren aus mehreren Ländern berichteten von ihrem Werdegang und lieferten neue Impulse für das eigene Projekt und die Unternehmensgründung.

Eine Mischung aus Theorie und Praxis sorgte für Kurzweile. Die Anwendung des Lean Start-up und Methoden wie das Business Model Canvas, Prototyping und Minimum Viable Product standen dabei im Fokus. Das ständige pivotieren forderte Experimentierfreude und Durchhaltevermögen. Zudem war Offenheit gefragt, denn in den interkulturellen und interdisziplinären Teams kam es des Öfteren zu Missverständnissen und zu Meinungsverschiedenheiten, doch dies machte gerade die Besonderheit des Workshops aus. Über den Tellerrand blicken, sich auf etwas Ungewohntes einlassen, sich inspirieren lassen! Dies veränderte die eigene Denkweise, eröffnete neue Blickwinkel und führte letztendlich zu einem kreativeren und durchdachteren Ergebnis.

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Enrique Arce Gutierrez und Kosmo Broom vom Team „IOIO“ fassen zusammen: „Vor der Sommer Akademie haben wir bereits viel Arbeit in die Idee gesteckt. Dank des Mentorings konnten wir unsere Idee pivotieren, sodass wir jetzt beide zufrieden sind. Im Grunde haben wir unsere Idee erst um 180 Grad gedreht, sind zu unserer ursprünglichen Idee zurückgekehrt und haben die Idee dann nochmal um 180 Grad in eine ganz andere Richtung verändert.“

Am Ende der zwei Wochen präsentierten die Teams ihre Idee vor der Jury. Das Rennen machten die Teams „eyeV“ und „IOIO“. „eyeV“ ermöglicht durch die Integration eines Eyetracking-Verfahrens körperlich eingeschränkten Menschen die Nutzung und Steuerung des Computers.

„IOIO“ fördert individualisierte Designermode, indem der Endkunde über eine Plattform mit lokalen Schneidereien verknüpft wird. Zeitgleich fanden in fünf weiteren Ländern Sommer Akademien statt. Alle Gewinner der jeweiligen Standorte werden im Oktober bei der ICT 2015 in Lissabon vor Investoren und einer internationalen Jury um ihr Projekt pitchen.

Die Sommer Akademie in Konstanz wurde von bwcon veranstaltet, durch die Kooperation mit der HTWG Konstanz ermöglicht und im Rahmen des Startup Europe Projekts CREA von der Europäischen Kommission gefördert.

Eindrücke gibt es hier: Video

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