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Verleihung des Hans Sauer Preis 2016

Die Hans Sauer Stiftung verlieh am 6. April 2016 zusammen mit dem Architekturmuseum der TU München den Hans Sauer Preis 2016 zum Thema „SOCIAL DESIGN. Bezahlbar. Gut. Wohnen.”

Angemessenen und bezahlbaren Wohnraum für Alle zu schaffen ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Allerdings steht hochpreisigen Büroflächen und lukrativen Luxuswohnungen ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum gegenüber. Eine Verdrängung von Teilen der städtischen Bevölkerung bzw. sozial stark eingeschränkte Zuzugsmöglichkeiten sind meist die Folge.

Der Bedarf nach bezahlbarem und gutem Wohnraum kann und sollte Treiber für Innovationen sein: Neue Prozesse des Planens und Entwerfens, innovative Modelle des Wohnens, Zusammenlebens und Arbeitens, ungewöhnliche räumliche Strategien, bedarfsgerechtere und flexible Grundrisse u.a.m. eröffnen neue Möglichkeiten. Im Zusammenspiel aus sozialen, räumlichen und technischen Innovationen eröffnen sich neue, zukunftsfähige Konzepte und Modelle. Der Begriff des „Social Design“ kennzeichnet dabei Ziele und Mittel gleichermaßen: Eine sozial motivierte und definierte Gestaltungsaufgabe und deren Lösung durch Einbezug möglichst zahlreicher Beteiligter: Projektträger, Planer, ausführende Gewerke, Investoren, Eigentümer, Bewohner und Anwohner.

Solche Ansätze würdigte die Hans Sauer Stiftung mit ihrem Preis, der am 6.4.2016 in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne in München vergeben wurde. Mit der seit dem 16. März 2016 dort gezeigten Ausstellung „Keine Angst vor Partizipation – Wohnen heute“ teilt der Wettbewerb um den Hans Sauer Preis den Fokus auf „soziale Innovationen“. So sind von der Stiftung honorierte Projekte auch Teil der Ausstellung.

Für den Wettbewerb teilnahmeberechtigt waren Institute und Planungsbüros, Architekten, Bauherren und Bauträger aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). In einem dreistufigen Verfahren wurden zunächst 26 Projekte ausgewählt, eine interdisziplinäre Fachjury wählte dann vier Siegerprojekte aus.

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Der Hans Sauer Preis 2016 wurde in drei Kategorien verliehen: Bestand, Soziale Innovation und Neubau: der Preis in der Kategorie Bestand geht an das Projekt Streitfeld München (Holzfurtner – Bahner Architekten), der Preis in der Kategorie Soziale Innovation an das Projekt magdas Hotel in Wien (Alleswirdgut Architekten), der Preis in der Kategorie Neubau wird zweimal vergeben und geht an das Projekt Wohnprojekt Wien (EINSZUEINS Architekten) und an das Projekt Kalkbreit in Zürich (Müller Sigrist Architekten).

Die Statements der Jury zu den einzelnen Projekten sind hier zu finden. Es wird zudem eine Verlagspublikation geben.