d:t macht

d:t Talks an der GUC

*** ein Gastbeitrag von Eva Köppen *** 

Die d:t Damen Eva, Angelika und Andrea sind in diesem Sommersemester zu Gast auf dem Berliner Campus der German University Cairo. Im Kurs ‚Design & Organization‘ wurden sie von Gwendolin Kulick eingeladen, über Empathie, Kollaboration und das Design im interdisziplinären Kontext zu sprechen.

Eva machte bereits im Februar den Anfang. Im ersten GUC Design Talk 2016 ging es um Empathie als grundlegendem Aspekt der gestalterischen Arbeit.

Im Design lassen sich grundsätzlich zwei wesentliche Bereiche identifizieren, in denen Empathie zur Anwendung kommt: Im Bereich des User Research und als Faktor für die Zusammenarbeit innovativer Teams. Vor allem durch Design Thinking wurden Tools für die externe und interne Empathie sowie für das Sammeln und Auswerten der Daten entwickelt, die beim User Research generiert werden.

Vom Lucky Iron Fish über GE Healthcare bis hin zu Autodesk zeigte Eva anhand von Real-Beispielen, wie Initiativen und Unternehmen auf Basis emphatischer Insights Ideen und Produkte entwickeln.

Neben vielen positiven Fallbeispielen, gibt es auch Risiken beim Umgang mit Empathie. In der aktuellen Forschung tritt vermehrt die Frage auf, wie sinnvoll oder möglicherweise sogar riskant es ist, Empathie als emotionales „Feel-good-Buzzword“ zu verwenden. Einige Empathie-geleitete Projektbeispiele demonstrieren sogar, dass eine einseitige Fixierung auf bestimmte Nutzergruppen größere Kontexte außer Acht lässt und somit zu problembehafteten Ergebnissen führt.

Die unterschiedlichen Bedeutungen und Verwendungen des Empathie-Begriffs zeigen, wie wichtig es für Designer ist, einen klaren Begriff von „ihrer“ emphatischen Arbeitsweise zu haben – und in welchen Situationen es besser ist, den Begriff nicht zu gebrauchen. Das Managen von Empathie auf Organisationsebene setzt nicht nur voraus, dass geeignetes Personal ausgesucht wird. Vielmehr zeigen Forschungsergebnisse, dass organisationale Hürden abgebaut und ein entsprechender Kontext geschaffen werden müssen. Menschen brauchen Zeit und Raum, um Empathie in ihre Arbeit zu integrieren – und die fehlt oftmals an allen Ecken & Enden in der Wirtschaft.

Angelika wird im April die d:t Talks fortsetzen, Andrea spricht am 13. Mai über die Netzwerkstrukturen bei design:transfer und gibt einen Ausblick zur unseren Plänen!

Liebe Gwen, danke für die Einladung – wir freuen uns sehr, die d:t Expertisen vorzustellen!