Alle Artikel in: d:t trifft

Wir möchten Euch Menschen & Projekte aus der Community vorstellen.

Hacking Utopia

How can design contribute to finding social and sustainable solutions for our complex global crisis? Wir stehen global vor diversen, komplexen Herausforderungen, die gelöst – gestaltet – werden müssen. Neben klassischer Produktgestaltung werden in Zukunft zunehmend (gesellschaftliche) Prozesse und nachhaltige Konzepte gestaltet. Die Zukunft unseres Sozial- und Gesundheitssytems in unserer demographisch sich wandelnden Gesellschaft ist ein solches, dringendes Thema, für das wir neue Strategien und Lösungen benötigen. In einem experimentellen Projektformat wurden einige derjenigen Probleme aus diesem Kontext definiert, die kollaborative und partizipative Designstrategien erfordern und für die neue Prozesse, Methoden und Rollen im Design entwickelt werden müssen, um effektiv zu sein.     Kochgelegenheiten: mobile Küche Dieses Projekt bot die Möglichkeit, sich mit den Herausforderungen, der Sprache und den Limitierungen dieser Kontexte vertraut zu machen und neue, eigene Impulse zu setzen. In Kooperation mit der Edgeryders Community, die in ein großes europaweites Forschungsprojekt zum Thema involviert sind, haben die Studierenden gelernt, dezentral zu arbeiten. Die entwickelten Ideen, Erkenntnisse und Konzepte wurden auf Creative Commons Basis mit der Forschungsgruppe teilen, um an der offenen Gestaltung …

BUSINESS AS UNUSUAL. Die Service Design Global Conference.

               *** ein Gastbeitrag von Thomas Weltner ***  Service Design und Design Thinking sind in aller Munde. Kreative Methoden erobern die Unternehmen. Selbst die großen Consulting Companies wie zuletzt McKinsey springen inzwischen auf den Zug auf. Was ist dran an dem Hype? Erkenntnisse versprach die 9. Service Design Global Conference. Das weltweit größte Meetup der Branche fand am 27. und 28. Oktober mit rund 650 Teilnehmern in Amsterdam statt. #SDGC16 #servicedesign    Brücken bauen statt Inseln. Arne von Oosterom, DesignThinkers Group hält nichts von Buzz-Words und Begriffsdefinitionen: „Wir brauchen Leute, die anpacken, genauer hinschauen, die Brücken statt Inseln bauen wollen. Das alles ist sehr anspruchsvoll! Aber es ist eine spannende Zeit, die richtige Zeit, um genau das zu tun!“ Begeistert und mit großen Augen malt er Formen in die Luft, wenn man sich mit ihm unterhält. Er brennt für sein Thema.  Service Design is a response to increased complexity. Jamine Hegeman, Adaptive Path Play seriously! Service Design bietet, was mehr und mehr eingefordert wird: Business Innovation mit einer neuen Haltung. Obwohl viele der unkonventionellen und kreativen Methoden nicht …

Design Thinking is „Mindset“? … Not Exactly.

*** thanks for sharing, GK VanPatter. thanks for meeting us in NYC this summer *** With some design thinking related discussion groups on LinkedIn now exceeding 80,000+ members, many new to the subject terrain, it is not so unusual for enthusiastic fuzzy misperception waves to build from one conversation to the next at a rapid rate. Like a fire-hose of run-away freight trains misperception waves seem to appear via social media at volumes that are no longer possible to intercept or comment on. With everyone busy, most practice leaders just let the waves flow, hoping they will sort themselves out eventually. Some do. Some don’t. Some fuzzy waves are at times humorous and at other times painful to watch as they take hold and or grow. Opposite to Donald Trump’s twitter postings, most practice leaders try to select their discussion participations and contributions carefully in consideration of limited time constraints. In this vein and considering the increasing impact of discussion groups we try to pick and choose which fuzzy misperception waves are important enough to comment on, …

d:t fragt … heute, Robin Schüttert

d:t ist neugierig, steht für Dialog und spricht heute mit Robin Schüttert, Absolvent der Fachhochschule Münster, und Designer beim StartUp Perspective Daily. Sein Thesisprojekt ist online, und wir sprechen mit ihm darüber, wie es sich anfühlt, wenn der Übergang von Studium zu Job kaum wahrnehmbar ist.    Was motiviert Dich als Designer Perspective Daily zu gestalten?  Da muss ich ein bisschen weiter ausholen: Während der Recherchearbeit für mein Masterprojekt habe ich mich mit der politischen Partizipation Studierender beschäftigt. Ich habe festgestellt, dass politische Teilhabe aus Verantwortungsbewusstsein und Urteilsfähigkeit entsteht. Menschen müssen sich in der Lage fühlen, über politische Prozesse urteilen zu können, sie also verstehen, bevor sie aktiv werden. Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte hat die Globalisierung dazu geführt, dass unser gesellschaftliches Zusammenleben, vor allem die politischen Prozesse, wesentlich komplexer geworden sind. Für den Einzelnen erfordert es mehr Aufwand, auf dem Laufenden zu bleiben. Es ist dennoch kaum möglich, all die gleichzeitig ablaufenden Entwicklungen noch zu überblicken. Deshalb wollte ich mit meinem Masterprojekt eine Teil-Lösung für dieses Problem entwickeln. Etwas schaffen, was dabei hilft, all die komplizierten Dinge …

IHK Einladung zur Kreativwirtschaft Taiwan am 14. Juni 2016, Köln

Taiwan entwickelt sich zu einem Zentrum der Kreativwirtschaft in Nordostasien und mit Taipei als World Design Capital 2016 soll die Internationalisierung vorangetrieben werden. Hierdurch ergeben sich für deutsche Designer und für produktentwickelnde Unternehmen vielfältige Geschäftschancen. Im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms organisiert DEinternational Taiwan Ltd. (AHK Taiwan) in Zusammenarbeit mit der IHK Köln sowie der German Industry and Commerce Greater China GmbH eine Informationsveranstaltung Kreativwirtschaft Taiwan | 14. Juni 2016 |  9:00 bis 17:00 Uhr in der IHK Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln. Experten informieren über die Geschäftschancen für die deutsche Kreativwirtschaft in Taiwan, Kooperationen mit taiwanischen Unternehmen zu Produktdesign und -entwicklung sowie Beteiligungsmöglichkeiten an der Taipei World Design Capital 2016. Seid dabei, das komplette Programm findet ihr hier! 

SAP SCENES – Tool und Methode zum kollaborativen Geschichten erzählen

Interview mit Karen Detken vom Design and Co-Innovation Center bei SAP.  Karen ist User Experience Designerin im Design and Co-Innovation Center von SAP. Im letzten Oktober hat sie das Toolset SCENES für die kollaborative Entwicklung von UX-Szenarien herausgegeben. Im folgenden Interview berichtet sie, worum es sich dabei genau handelt und wie man es im Designprozess nutzen kann. Moritz: Wie kam es zu der Idee für SCENES? Karen: Die Ursprungsidee für SCENES hatte ich schon vor einiger Zeit. Das fing mit einem Design Thinking-Workshop an. Ich konnte immer wieder beobachten, dass viele Menschen Probleme dabei haben, ihre Ideen visuell zu präsentieren. Manche Teilnehmer mit wirklich guten zeichnerischen Fähigkeiten machen das toll und andere fühlen sich dadurch eingeschüchtert. Zum Beispiel gab es in einem Workshop einen Teilnehmer, der in einer Präsentation des Moderators ein Storyboard sah und sagte: „Oh, so etwas könnte ich ja nie präsentieren!“. Auf diese Weise gehen meiner Meinung nach viele Ideen verloren – nur, weil die Teilnehmer denken, sie könnten ihre Ideen nicht richtig visualisieren. Ich fand das nicht fair und habe daher SCENES entwickelt. Moritz: SCENES hilft also dabei, Ideen zu visualisieren? Karen: …

d:t fragt … heute, Ingo Rauth

d:t ist neugierig, steht für Dialog – und stellt Menschen in den Mittelpunkt. Zum HangOut Kaffee trafen wir Dr. Ingo Rauth. Nach seinem Industriedesign-Studium in Darmstadt verschlug es ihn mit Zwischenstationen am Hasso-Plattner-Institute in Potsdam in den hohen Norden, genauer an die Universität Chalmers in Göteborg, Schweden, um dort zu promovieren – und frisch abgeschlossen zu haben: Was hat Dich motiviert als Designer deine Promotion zu beginnen? Kurz gesagt, Frustration. Als Designer habe ich mich oftmals gefragt, wer eigentlich für Innovationsprozesse zuständig ist und warum diese oftmals unreflektiert und kurzsichtig ablaufen. Dies hat mich dazu gebracht wissenschaftlich Publikationen zu lesen und mich mit verschiedenen Forschern auszutauschen. Nach einer Weile bekam ich ein Angebot für ein Stipendium, was mir die Promotion ermöglicht hat. Um was geht es in deiner Promotion?  In meiner Promotion geht es darum, wie sich neue Innovationsansätze entwickeln und verbreiten. Hierbei habe ich mich in erster Linie mit der Entstehung und Adaptation von Design Thinking auseinandergesetzt. Wie würdest Du die Kernergebnisse für uns zusammenfassen, quick & smart?  Innovationsansätze wie Design Thinking verbreiten sich dadurch, dass sie interpretierbar …

Die Rolle des Ingenieurs im Designprozess

*** ein Gastbeitrag von Josef Kril ***  Im Oktober 2015 nahm der kooperative Studiengang „Internet der Dinge“ der Hochschule Aalen und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd seinen Betrieb auf. Neben der konzeptionellen Mitarbeit am Studiengang wurde ich zudem von der HfG Schwäbisch Gmünd beauftragt ein Konzept für die Lehrveranstaltung „Design Grundlagen“ für das erste Semester der Hochschule Aalen zu entwickeln und zu halten. Der Themenkomplex „Internet der Dinge“ auch „Internet of Things“ oder kurz IoT genannt, schafft ideale Voraussetzungen, um die Rolle des Ingenieurs in den Prozessen des Designs neu auszuhandeln. Denn auch das Berufsbild des Designers verändert sich in diesem Kontext erheblich: Das Verständnis von Design als Interface-Disziplin – also der Vermittlung zwischen Mensch und Ding – erweitert sich um die automatisierte Kommunikation und Interaktion zwischen den Dingen selbst. Es entstehen nicht unbedingt neue Produktkategorien, sondern vielmehr Dinge mit neuen Eigenschaften und Charakteristiken, etwa im Sinne der Aktanten von Latours Akteur-Netzwerk-Theorie (vgl. Latour 2007). Somit werden neue Erfahrungen möglich, während man beginnt seine Rolle als „User“ sukzessiv den Dingen zu überlassen. Das Verschwinden …

Grenzübergreifendes Gespräch über die Bedeutung von Räumen als Boundary Objects am anderen Ende der Welt

***Ein Gastbeitrag von Frederik Bellermann*** Was haben eine Unternehmensberatung aus der australischen Metropole Sydney und ein Innenarchitekt aus dem beschaulichen Detmold gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel würden die meisten Menschen denken. Auf den zweiten Blick aber hat sich auf der Basis von Design Research und der sich verändernden Rolle des Designers ein hochinteressantes Gespräch entwickelt. Beim meinem Besuch bei 2nd Road, einer Strategie- und Innovationsberatung, habe ich mit Amanda Vining, der zuständigen Direktorin für Strategic Engagement and Change und ebenfalls ausgebildete Innenarchitektin, unter anderem über die Gestaltung des neuen Büros im Herzen von Sydney gesprochen und dabei festgestellt, dass Raumgestaltung bei der Entwicklung von Strategie- und Kommunikationsprozessen eine entscheidende Rolle spielt. 2nd Road ist keine gewöhnliche Unternehmensberatung, sondern vertritt den Ansatz, dass die aktuellen Herausforderungen von Unternehmen in den Bereichen Strategie, Innovation, Information und Potenzial in erster Linie über einen Human Centered Design Ansatz zu lösen sind, so wird sich die Wirtschaft auf Menschen konzentrieren und damit Meinungen, Erfahrungen und Wahrnehmungen zur neuen Währung werden lässt. Dieser, für eine Unternehmensberatung, die mit Schwergewichten …

Start-Ups in Rwanda – Design im Land der tausend Hügel

*** ein Gastbeitrag von Malte Koslowski ***  Umkreist von Kongo, Uganda, Burundi und Tansania liegt das kleine, aufstrebende Land Rwanda ziemlich versteckt im Osten Afrikas, wo ich zwei Monate im Auftrag der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) Start-Ups und Gründer beraten habe. Für seine erfolgreiche Entwicklung möchte das Land sein wirtschaftliches Potenzial optimieren und neue Arbeitsplätze schaffen. In einem Land mit der doppelten Bevölkerungsdichte Deutschlands, einer Fläche nur halb so groß wie die Schweiz ist die Zahl von 120.000 Schulabsolventen jährlich enorm. Eine zukunftsentscheidende Herausforderung ist daher die Steigerung der Produktivität und Beschäftigung im Privatsektor. Der ICT Sektor (Information and Communication Technology) gilt als einer der wichtigsten Schlüsselfunktionen, mit der große Zukunftshoffnungen für Land und Kontinent verknüpft sind. Der Transform Africa 2015 Summit als Plattform, um Afrika’s digitale Transformation zu stärken, fand während meiner Zeit in Kigali, der Hauptstadt Rwandas statt. Nicht nur der Titel des Gipfeltreffens, auch die Gäste aus verschiedenen Ländern Afrikas machten die Bedeutung des Sektors als Entwicklungsperspektive klar. Gleichzeitig unterstreicht der Austragungsort Kigali das Ziel Rwanda als eines der fortschrittlichsten Länder der Region zu positionieren. …